Oliver Wachlin (1966-2017)

Zeitzeugengespräch mit Oliver Wachlin

Oliver Wachlin 1966-2017 lebte als Krimiautor in Berlin Oliver Wachlin 1966-2017 lebte als Krimiautor in Berlin

Oliver Wachlin, 1966-2017, schrieb vor allem Drehbücher für Film und Fernsehen. Er kannte beide Seiten der ehemaligen Mauerstadt. Im Ostteil saß er wegen “versuchter Republikflucht” im Gefängnis, im Westen lebte er mit Familie an den Schauplätzen dieses Kriminalromans.  Er war ausserdem Dozent an der Universität Potsdam am Lehrstuhl der Dramaturgie. Wie wir erst jetzt durch Zufall erfahren haben, ist Oliver Wachlin bereits im November 2017 verstorben. Über die näheren Umstände ist uns nichts bekannt.


Wir trafen Oliver Wachlin im August 2009 auf dem Gelände des ehemaligen Palast der Republik. Dort gab es bis zum Bau des Humboldt-Forums eine große Wiese. Wachlin spricht im entspannten Interview über seine Zeit in der DDR, im DDR-Gefängnis und über die Tage des Mauerfalls. Das Interview ist eine hörenswerte Erinnerung an den Berliner Krimiautor.

Autorenseite Oliver Wachlin

Seine Romane (Auszug) Ostseegrund, Kreuzberg, Tortenschlacht


“Fischbrötchenmafia” der letzte Krimi von Oliver Wachlin

Fischbrötchenmafia, Kriminalroman von Oliver WachlinSchon wieder geschehen merkwürdige Dinge in dem kleinen beschaulichen Ort Barth am Barther Bodden. Ausgerechnet neben der Swantje, einem fast achtzig Jahre alten Logger, den der Hauptkommissar Oehler aus Barth bewohnt, liegt seit Anfang des Monats der „Störtebeker Futterkutter“. Warum ausgerechnet dort? Weil der Barther Innenstadthafen so zentral liegt. Dort werden von einer Chinesin Fischbrötchen verkauft und da kommt es schon mal vor, dass die Touristen es sich auf der Swantje bequem machen. Das gerade blitzblank geschrubbte Deck haben sie dem Oehler mit ihren Lachs- und Backfischbrötchen eingesaut. Außerdem zieht permanent der Geruch von Bratfisch und Frittenöl in seine Kajüte. Gegen Mitternacht wundert sich Oehler über einen merkwürdigen Geruch. Hat die Chinesin etwas auf dem Grill vergessen? Er wundert sich auch, dass um Mitternacht immer noch ein herrlicher Sonnenuntergang ist. Also begibt er sich nach draußen. Er kann kaum fassen, was sich seinen Augen zeigt. Der Fischkutter brennt lichterloh.

Oehler kann nur noch mit Mühe seine Swantje, in der Hitze des Feuers, vom Steg abmachen, um schnell auf den Bodden zu fahren. Auf dem Kutter finden Ermittler nach dem Brand eine Leiche. Wer ist diese Leiche? Ist es die Chinesin oder jemand anderes? Die Staatsanwältin Frau Dr. Kilius ermittelt in der Sache, bis plötzlich ihre Tochter Leonie entführt wird. Sie wird mit der Einstellung des Falles erpresst. Wird sie Leonie je wieder sehen?

Knoop, der seit mittlerweile zwei Jahren in Pension ist, lebt nun schon seitdem in Barth. Auch an ihm geht der Mord nicht spurlos vorbei. Er hilft Oehler und Maike Hansen bei den Nachforschungen. Wird der Mord irgendwann aufgeklärt werden und warum liegt dort überhaupt eine Leiche? Warum wurde die Person ermordet?

Wie immer ein sehr spannender, packender Roman von Oliver Wachlin, den man unbedingt gelesen haben sollte. Fischbrötchenmafia reiht sich in all die anderen Kriminalromane von Oliver Wachlin sehr gut ein.

Oliver G. Wachlin, Fischbrötchenmafia – Küsten Krimi  – Broschur

288 Seiten; ISBN 978-3-7408-0217-2; Euro 11,90 [D] , 12,30 [AT]