Ausstellung „Panda“

Sonderausstellung im Museum für Naturkunde Berlin

Panda - Foto: Shutterstock Panda - Foto: Shutterstock

„Mit PANDA präsentiert das Museum für Naturkunde Berlin, Leibniz-Institut für Biodiversitäts- und Evolutionsforschung, ein Projekt, das gemeinsam mit dem Zoologischen Garten Berlin, dem WWF Deutschland und dem Leibniz-Institut für Zoo und Wildtierforschung entwickelt wurde.“, so Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde Berlin. „Pandas sind Sinnbild des internationalen Artenschutzes und rücken so eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit in den Mittelpunkt: Wie können Mensch und Natur, Ökonomie und Ökologie in Zukunft zusammengedacht und weiter zusammengebracht werden.“

Pandas sind Publikumslieblinge, Sympathieträger und omnipräsente Werbeträger. Als vor zwanzig Jahren Yan Yan im Berliner Zoo einzog, standen die Menschen Schlange, um die Pandabärin aus China willkommen zu heißen. Yan Yan war der neue Shooting Star des Zoos und die Hoffnung auf den lang ersehnten Panda Nachwuchs – aus dem aber leider nichts wurde. Am 26. März 2007 starb Yan Yan. Berlin und ganz Deutschland trauerten. Nach ihrem Tod gelangte Yan Yan zur Verwahrung an das Museum für Naturkunde Berlin. Jetzt, vor ihrer Heimreise nach China, wurde die Bärin in den Werkstätten des Museums präpariert und ist nun für sechs Monate in Berlin zu sehen – vereint mit Bao Bao, dem Bären, mit dem sie das Gehege teilte. Er kam 1980 als Staatsgeschenk an Bundeskanzler Helmut Schmidt nach Berlin. Auch Bao Bao wurde von den Präparatoren des Museums für Naturkunde Berlin kürzlich als Dermoplastik präpariert.

Insgesamt sechs Pandabären, die beiden Originalskelette von Bao Bao und Yan Yan und wertvolles Sammlungsmaterial aus Berlin und Paris sind in der Ausstellung zu sehen. 30 spannende, teils überraschende Geschichten rund um den Großen Panda erwarten die Besucher: Der Bambusbär als Botschafter für den Umweltschutz und als aktuelles Forschungsobjekt, als Superstar und Sexmuffel, als Diplomat und Werbeträger. Aber auch Themen wie Entdeckung, Anatomie, Jagd und Lebensweise werden auf kurzweilige, ansprechende Art dargestellt. Historisches Bild- und Filmmaterial verdeutlicht den Hype, den die ersten Pandas in der westlichen Welt und in Berlin auslösten. Mit welchem Aufwand heute alle Register gezogen werden um den Arterhalt der beliebten Bären sicherzustellen, lassen Aufnahmen aus einer hochmodernen Zuchtstation in China erahnen. Unerwartete Einblicke in das Leben der seltenen Tiere in freier Wildbahn eröffnen dem Besucher Original-Aufnahmen aus sogenannten „Fotofallen“ des WWF: Die selbstauslösenden Kameras werden zur Erforschung des Großen Pandas in seinem natürlichen Lebensraum eingesetzt. Aber nicht nur das! Besucher der Ausstellung können auch lebende Pandas beobachten – eine WebCam überträgt in Echtzeit Bilder aus einer Zuchtstation in China.

Sowohl die Ausstellung PANDA als auch das dazugehörige Buch sind ein Ergebnis einer engen institutsübergreifenden Zusammenarbeit, die zeigt, welche einmalige Kompetenz und welches zukunftsweisende Engagement sich um das Thema Natur in Berlin vereint.

Panda – Das Buch zur Sonderausstellung im Museum für Naturkunde Berlin

Herausgeber: Dr. Ferdinand Damaschun, Museum für Naturkunde Berlin, 88 Seiten mit vielen Abbildungen, für 12,95 € im Museumsshop ab 12.01.2015 zu erhalten, ISBN: 978-3-9815029-6-1

Sonderausstellung im Museum für Naturkunde Berlin vom 13.1. bis 31.7.2015

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