Gaming House in Berlin

Hinter alten Mauern verbirgt sich Erstaunliches

Ein Haus, in dem den ganzen Tag gezockt wird? Klingt doch erstaunlich, oder? Wer dieses kuriose Gebäude, was vielleicht stinknormal aussieht, einmal betrachten möchte, muss nur nach Berlin-Charlottenburg fahren. E-Sport begeistert mittlerweile die ganze Welt und wird als eigene Sportart gefeiert. Vor dem Rechner sitzen und eine Fußball-Mannschaft zum Titel führen, kann ganz schön anstrengend sein. In Berlin findet sich eine ganz besondere Location, die eng mit einem traditionellen Fußball-Verein verbunden ist. Das sogenannte Gaming House hat der FC Schalke 04 gegründet. In der realen Bundesliga sieht es dunkelbau bis schwarz bei den angeschlagenen Königsblauen aus. Aber im E-Sport Bereich mischt der Club groß mit.

Gaming House – Digitale Spiele im altehrwürdigen Charlottenburg
Im Stadtteil Charlottenburg, wo sich Altbau an Altbau reiht, hat eine digitale Szene Einzug gehalten. Hinter den Türen einer prachtvollen Wohnung sitzen nämlich hochkarätige Zocker. Sie sind hier, um ihre Fähigkeiten zu perfektionieren. An den Wänden der Wohnung hängen zahlreiche Flatscreens, Bildschirme schmücken die Tische und Sportsessel sorgen für Gemütlichkeit. Der obligatorische Energydrink darf natürlich nicht fehlen. Das Logo des FC Schalke 04 ist ebenfalls überall verewigt.

Action-Strategiespiel trainieren
Um zu den besten des Gaming-Fachs zu gehören, trainieren hier Gamer mitten in Berlin. Genauer gesagt geht es um das Action-Strategiespiel „League of Legends“. Professionellen Status erreicht man nur durch stetiges Üben und Lernen von Anderen. Wettkämpfe gegen andere Spieler, die in Onlinestreams wie zum Beispiel auf casimba.com/de-de/ verfolgt werden, haben den Hype weiter ansteigen lassen. Auf Seiten wie Casimba stehen noch zahlreiche andere Games zur Verfügung, in denen User selbst zum Meister werden können. Eine willkommene Abwechslung zum Winter in Berlin.

E-Sports ist dabei noch nicht – wie andere Online-Games – vollends in der Bevölkerung angekommen. Immer noch herrscht Skepsis, ob es sich nicht um harmlose Fifa-Zockerei handelt. Dabei ist es weit mehr als das. Daher hat sich der Vorstand von Schalke 04 auch dazu entschlossen, diesen Bereich zu unterstützen.

Mittlerweile gibt es schon Turniere und eine breite Community. Erst kürzlich wurde ein 8-Jähriger in den Olymp des E-Sports emporgehoben – die Talente wachsen also heran.

Politische Unterstützung in Berlin
Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär (CSU), war bei der damaligen Eröffnung des Gaming Houses ebenfalls eingeladen. Sie wirbt auf politischer Ebene um Akzeptanz für E-Sport. Klischees von dunklen Kellern, ungesundem Essen oder Nächtelangem Zocken beherrschen das Meinungsbild. Das soll sich ändern.

Wie ist E-Sport entstanden?
Mit Videospielen und Wettkämpfen an der Konsole wurde der Grundstein schon in den 50er-Jahren gelegt. Ende der 90er war auch der technologische Fortschritt so weit, dass die Videospiele massentauglich wurden. Der Startschuss für E-Sports. Schon gewusst? Das erste Mehrspieler-Game wurde 1958 vom Leiter der „Instrumentation Higinbotham präsentiert. Es nannte sich „Tennis for Two“. Zwei Spieler konnten gegeneinander antreten.

In den 90er-Jahre bildete sich die Zukunft des Spielens bei den PCs und im Netzwerk aus. Hardware wurde immer günstiger und leistungsstärker. Im privaten Rahmen fanden erste LAN-Partys statt. Gamer begannen, sich miteinander zu messen. Diese Grundzüge erinnern an die heutigen Gaming-Turniere und Wettkämpfe im E-Sport.