Die Riesen in Berlin

Ein großartiger Event begeisterte 2009 Berlin

Die Riesen in Berlin Die Riesen in Berlin
Anlässlich des Mauerfalljubiläums 2009 haben die Berliner Festspiele der Stadt ein ganz besonderes Geschenk gemacht. Vom 1. bis 4. Oktober konnten sich mehr als eine Million Berliner und Gäste aus der ganzen Welt auf ein sprichwörtlich gigantisches Theaterspektakel freuen. Auf Einladung von spielzeit’europa, der Theater- und Tanzsaison der Berliner Festspiele, kam die französische Straßentheater-Compagnie Royal de Luxe nach Berlin und erinnerte mit ihrem Riesen-Märchen von Trennung und Wiederfinden auf einzigartige Weise an die friedliche Revolution von 1989. Ein unvergeßliches Erlebnis!

Die Riesen in Berlin

Anlässlich des Mauerfalljubiläums 2009 haben die Berliner Festspiele der Stadt ein ganz besonderes Geschenk gemacht. Vom 1. bis 4. Oktober konnten sich mehr als eine Million Berliner und Gäste aus der ganzen Welt auf ein sprichwörtlich gigantisches Theaterspektakel freuen.

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Royal de Luxe - Die Riesen in Berlin - 2009

Royal de Luxe – Die Riesen in Berlin – 2009

Royal de Luxe - Die Riesen in Berlin - 2009

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Royal de Luxe – Die Riesen in Berlin – 2009

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Royal de Luxe – Die Riesen in Berlin – 2009

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Royal de Luxe – Die Riesen in Berlin – 2009

Royal de Luxe - Die Riesen in Berlin - 2009

Royal de Luxe – Die Riesen in Berlin – 2009

Berliner Festspiele | spielzeit'europa 09 | Royal de Luxe

Berliner Festspiele | spielzeit’europa 09 | Royal de Luxe

Royal de Luxe - Die Riesen in Berlin - 2009

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Royal de Luxe - Die Riesen in Berlin - 2009

Royal de Luxe – Die Riesen in Berlin – 2009

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Royal de Luxe – Die Riesen in Berlin – 2009

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Royal de Luxe - Die Riesen in Berlin - 2009

Royal de Luxe – Die Riesen in Berlin – 2009

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Royal de Luxe – Die Riesen in Berlin – 2009

Royal de Luxe - Die Riesen in Berlin - 2009

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Berliner Festspiele | spielzeit'europa 09 | Royal de Luxe

Berliner Festspiele | spielzeit’europa 09 | Royal de Luxe

Royal de Luxe - Die Riesen in Berlin - 2009

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Royal de Luxe – Die Riesen in Berlin – 2009

Royal de Luxe - Die Riesen in Berlin - 2009

Royal de Luxe – Die Riesen in Berlin – 2009

Royal de Luxe - Die Riesen in Berlin - 2009

Royal de Luxe – Die Riesen in Berlin – 2009

Royal de Luxe - Die Riesen in Berlin - 2009

Royal de Luxe – Die Riesen in Berlin – 2009

Royal de Luxe - Die Riesen in Berlin - 2009

Royal de Luxe – Die Riesen in Berlin – 2009

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Royal de Luxe – Die Riesen in Berlin – 2009

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Royal de Luxe – Die Riesen in Berlin – 2009

Royal de Luxe - Die Riesen in Berlin - 2009

Royal de Luxe – Die Riesen in Berlin – 2009

Die Geschichte beginnt so fantastisch wie ein Riesen-Märchen nur beginnen kann: Vor langer, langer Zeit, als Berlin noch ein Sumpfgebiet war, lebten dort Riesen. So auch der Große Riese und seine Nichte, die Kleine Riesin. Als eines Tages Land- und Meeresungeheuer die Stadt trennten, einen Teil mit Mauern umschlossen und so die Riesen trennten, begann für beide eine schmerzvolle Odyssee. Während die Kleine Riesin sich mit ihrem Boot auf die Suche nach ihrem Onkel begab, gelang es dem Großen Riesen nach vielen Jahren, den schlafenden Geysir am Meeresgrund zu finden. Unsaft geweckt, lässt dieser die Erde erbeben und bringt so die Mauer zum Einsturz – der Weg für ein Wiedersehen ist geebnet. An dieser Stelle setzte nun im Oktober die Geschichte ein, die der künstlerische Leiter und Gründer von Royal de Luxe, Jean Luc Courcoult, speziell für Berlin zur Erinnerung an den Mauerfall vor 20 Jahren geschrieben hat.

Erste Begegnung mit der Kleinen Riesin

Ich begegne der Kleinen Riesin zum ersten Mal auf dem Bebelplatz. Dort machte sie gerade vom Roten Rathaus kommend einen Mittagsschlaf. Die Augen waren geschlossen, der Brustkorb hob und senkte sich langsam, Atemgeräusche waren zu hören. Bis zu ihrem Erwachen um 15 Uhr hatten sich schon tausende Besucher eingefunden. Als sie die Augen aufschlug und sich umschaute, ging ein Raunen durch die Menge. Langsam erhob sich die Kleine Riesin in ihrem zartgrünen Kleid und machte sich auf den Weg zur Friedrichstraße und zum Gendarmenmarkt. Dieses entzückende Wesen, knapp 7,5 Meter groß, zog die begeisterten Menschen mit ihrem Charme und lieblichen Augenaufschlag sofort in ihren Bann. Obwohl das Wetter denkbar ungünstig war, verfolgen alle gebannt bei teilweise strömendem Regen das Spektakel. Am Gendarmenmarkt durften Kinder auf den Armen der Kleinen Riesin schaukeln. Begeisterung machte sich breit. Die Musik der französischen Band „Les Balayeurs du desert“ unterstrich live gespielt noch die märchenhafte Ausstrahlung des Auftritts der Kleinen Riesin, die dann ein großes Boot stieg und damit ihren Weg fortsetzte. Die Nacht verbrachte sie auf einem Liegstuhl schlafend am Lustgarten. Natürlich waren viele ihrer neuen Berliner Fans die halbe Nacht an ihrer Seite.

 Der Große Riese taucht auf

Am Sonnabend, den 3. Oktober waren bei kühlen Temperaturen schon um neun Uhr morgens tausende Menschen auf den Beinen, um zu sehen, wie der Große Riese am Humboldthafen aus der Spree stieg. Um die 9,5 Meter große Marionette zu heben, ist schon schweres Gerät nötig. Auf der Straße angekommen, wurde der Große Riese von offenbar völlig schwindelfreien Helfern in die Haltekonstruktion eingehängt und begann dann seinen Weg am Hauptbahnhof vorbei über die Moltkebrücke, vorbei am Kanzleramt, dann zur Straße des 17. Juni und zum Brandenburger Tor. Dort konnte er am Nachmittag des deutschen Nationalfeiertages seine kleine Nichte, die zur selben Zeit von Osten her zum Brandenburger Tor gelaufen war, in die Arme schließen. Bewegende Symbolik, nicht wenigen Menschen standen schon die Tränen in den Augen. Es war einfach fantastisch, dieses außergewöhnliche Großereignis mit der Stadt Berlin als Kulisse erleben zu können. Die Nacht verbrachten die beiden Riesen Arm in Arm auf dem Pariser Platz.

 

Der Mann hinter der Saga

Für den kreativen Kopf hinter der Riesen-Saga Jean Luc Courcoult (rechts) ist die Bedeutung des Ortes unabdingbar mit der Entstehung der Geschichte verknüpft. Für ihn ist der öffentliche Raum weit mehr als bloße Kulisse, er ist Quelle der Inspiration und zugleich eine Verpflichtung. Sein „Theater der Kreation“ beruht auf dem Grundsatz, Geschichten auf der Straße in größter Nähe zum Publikum zu inszenieren – unter freiem Himmel, bei freiem Eintritt.

Royal de Luxe

Royal de Luxe ist keine gewöhnliche Theatercompagnie. Royal de Luxe, das sind Erfinder, Abenteurer, Poeten und Schrottsammler in einem. Seit über 30 Jahren steht dieser Name für außergewöhnliches Straßentheater, das überall auf der Welt zu sehen ist. Die Compagnie unter ihrem Leiter Jean Luc Courcoult gilt heute neben dem Théâtre du Soleil, das aber im Gegensatz zu Royal de Luxe immer ein festes Haus bespielt hat, als die große legendäre Theatertruppe Frankreichs.

Der öffentliche Raum ist die Herzensangelegenheit von Regisseur Jean Luc Courcoult, seine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. So war es kein Zufall, dass er 1979 eine Compagnie gründete, die fast ausschließlich auf den Pflastern der großen Städte dieser Welt spielt, mitunter auch vor der beeindruckenden Kulisse afrikanischer oder asiatischer Landschaften. Dass seine Vorstellungswelt in keinster Weise dem alltäglichen Maßstab folgt, zeigen auch die außergewöhnlichen Figuren des Großen Riesen und der Kleinen Riesin, Marionetten der Größe XXL, die für weite Horizonte konzipiert sind. Die Riesen sind in den letzten Jahren als Protagonisten von Theaterereignissen für Millionen von Zuschauern zum unverwechselbaren Markenzeichen der Compagnie geworden. Für genau diese sich drängenden Menschenmengen macht Jean Luc Courcoult sein „Theater des Übermaßes“, für sie erzählt er Geschichten, in denen sich jeder wiederfindet, jeder mitzittern und seinen Spaß haben kann. Der Mann hinter Royal de Luxe spricht eine universelle Sprache, die sich ebenso auf Geschichten aus der Vergangenheit bezieht wie auf Ereignisse, die die Welt bewegen. Einige Kritiker bezeichneten ihn verdientermaßen als den „Schöpfer moderner Mythen“, als eine Art Visionär.

Technische Wunderwerke

Wenn Royal de Luxe seine Riesen auf die Reise schickt, kommen Kunstfertigkeit, Organisationstalent und technisches Fingerspitzengefühl zum Einsatz. Anders ließen sich die beiden Giganten von 15 und 7,5 Meter Höhe nicht bewegen. Beide Marionetten werden von Tragekonstruktionen gehalten, die ihre massiven Körper durch die Straßen wandern lassen. Für den Zauber ihrer unglaublich lebensecht wirkenden Bewegungen sorgen allein beim Großen Riesen 30 sogenannte „Liliputaner“, also jene Akteure, die der 2,5 Tonnen schweren Marionette Leben einhauchen. Die Kleine Riesin bringt im Vergleich zu ihrem Onkel immerhin noch 800 kg auf die Waage.

Die Körper der beiden Riesen sind Kunstwerke aus Stahl, Linden- und Pappelholz. Der Große Riese hat die sagenhafte Schuhgröße 237, die Perücke der Kleinen Riesin wurde aus 50 Pferdeschweifen geknüpft. Es bedarf jeweils eines immensen Aufwandes, um den Figuren diese beeindruckende menschliche Anmutung zu verleihen.

(Text: be; Pressetexte der Veranstaltung)

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