BMW Berlin-Marathon Männerelite

Wird der BMW BERLIN-MARATHON heute als erstes Rennen weltweit eine zweistellige Zahl von Weltrekorden vorweisen können? Neunmal wurde bei den bisher 40 Auflagen des spektakulärsten deutschen Straßenlaufes die globale Bestzeit gebrochen – so oft wie bei keinem anderen Marathon in der Welt. Fünfmal fiel seit dem Jahr 2003 der Weltrekord bei den Männern, und alle diese Bestzeiten wurden in Berlin aufgestellt. Am Sonntag startet nun der nächste kenianische Läuferstar in der deutschen Hauptstadt, dem man eine weitere Verbesserung des Weltrekordes zutrauen kann: Dennis Kimetto. Doch auch seine Landsleute Emmanuel Mutai und Geoffrey Kamworor sowie der Äthiopier Tsegaye Kebede sind hoch einzuschätzen. Kimetto, Mutai und Kebede haben jeweils Bestzeiten von unter 2:05 Stunden. Nie zuvor waren drei Läufer mit derart hochkarätigen persönlichen Rekorden in Berlin am Start. Den aktuellen Weltrekord von 2:03:23 stellte der Kenianer Wilson Kipsang vor einem Jahr beim BMW BERLIN-MARATHON auf.

Dennis Kimetto ist bereit für eine Weltrekordjagd am Sonntag, die Wettervorhersage ist günstig. „Ich bin fit. Und wenn das Wetter passt und die Tempomacher machen gute Arbeit, dann ist der Weltrekord möglich für mich“, erklärte der 30-Jährige, der in Berlin bereits vor gut zwei Jahren beim 25-km-Rennen einen Weltrekord aufstellte (1:11:18 Stunden). „Wenn ich nach Berlin komme, fühle ich mich wohl“, fügte der Kenianer hinzu, der in der deutschen Hauptstadt vor zwei Jahren auch ein glänzendes Marathondebüt lief. Nur einen Schritt hinter dem Sieger wurde er Zweiter in 2:04:16 Stunden – die schnellste je von einem Debütanten auf einer rekordkonformen Strecke erzielte Zeit. Vor einem Jahr steigerte sich Kimetto als Sieger des Bank of America Chicago-Marathons auf 2:03:45 Stunden und lag damit nur 22 Sekunden über dem Weltrekord.

In Chicago hatte Emmanuel Mutai vor einem Jahr lediglich sieben Sekunden Rückstand auf Kimetto. Mit einer persönlichen Bestzeit von 2:03:52 wurde der inzwischen 29-Jährige Zweiter. Jetzt kommt es in Berlin am Sonntag zu einem neuen Aufeinandertreffen der beiden. „Ich wollte unbedingt einmal auf der schnellen Strecke von Berlin laufen. Ich habe das Rennen mehrmals im Fernsehen gesehen, unter anderem bei den Weltrekorden von Haile Gebrselassie“, sagte Emmanuel Mutai.

Mit Geoffrey Kamworor ist ein weiterer Kenianer am Start, der ganz vorne dabei sein kann. Der erst 22-Jährige startet bereits zum dritten Mal in Folge beim BMW BERLIN-MARATHON. Vor zwei Jahren stellte er bei seinem Marathondebüt mit 2:06:12 als Dritter seine Bestzeit auf. 2013 kam er erneut auf den dritten Platz. Am Sonntag geht Kamworor als Halbmarathon-Weltmeister ins Rennen. Diesen Titel gewann er im Frühjahr in Kopenhagen. „Berlin ist für mich wie ein Zuhause. Nach meinem WM-Sieg bin ich sehr optimistisch für den Marathon. Mein Ziel ist es immer, zu gewinnen“, sagte Geoffrey Kamworor.

Aus Äthiopien kommt Tsegaye Kebede. Der 27-Jährige gehört zu den konstantesten erfolgreichen Marathonläufern der Welt. 18 Mal startete er über die 42,195 km, 15 Mal kam er unter die ersten Drei. Ebenso wie Kimetto und Mutai erzielte auch Kebede seine Bestzeit in Chicago. Vor zwei Jahren gewann er dort in 2:04:38. „Als Haile Gebrselassie hier in Berlin gelaufen ist, habe ich mir gesagt, da will ich eines Tages auch Marathon laufen. Haile hat mir von Berlin erzählt“, sagte Kebede während der Pressekonferenz am Freitag. Der Äthiopier glaubt, dass es möglich ist, in Berlin am Sonntag Weltrekord zu laufen. „Es geht darum, so schnell wie möglich zu laufen“, sagte Kebede, der im vergangenen Jahr auch die World Marathon Majors-Serie 2012-2013 gewonnen hatte. In der aktuellen WMM-Serie 2013-2014 führt er ebenfalls.

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