Der Checkpoint Charlie

Sowjetische und amerikanische Panzer standen sich hier gegenüber

Checkpoint Charlie Checkpoint Charlie

(be) Sowjetische und amerikanische Panzer standen sich hier 1961 gegenüber. Bis 1990 war der Checkpoint Charlie der einzige Grenzübergang für Allierte, Ausländer und Mitglieder der Ständigen Vertretung und DDR-Funktionäre. Heute erinnern nur noch einige Relikte an diese Zeit. Das Kontrollhäuschen, Fotos eines amerikanischen und russischen Soldaten, und ein großes Hinweisschild. An diesem geschichtsträchtigen Ort herrscht eine merkwürdige, laute Atmospäre. Stimmengewirr aus aller Welt, Verkehrstrubel und andere Geräusche. Souvenirhändler, Reisegruppen, Cafebesucher und vorbeieilende Passanten schaffen eine eigenartige Stimmung.

Hier steht heute eines der meist besuchten Museen Berlins. Das „Haus am Checkpoint Charlie“ zeigt eine Vielzahl an Exponaten, vom Selbstschuss-Gerät, das an der Berliner Mauer zum Einsatz kam, bis hin zu ebenso originalen wie originellen Hilfsmitteln, die Menschen zu ihrer Flucht aus der DDR gebrauchten. www.mauermuseum.de (be/btm)

Die Berliner Mauer aus der Luft

Zum Jahrestag des Mauerfalls am 9. November wurde das Berliner Internetportal Berlin.de um eine Abbildung des Mauerverlaufs auf der Basis von Luftaufnahmen aus dem Jahr 1989 erweitert. Im April 1989 sind im Auftrag der damaligen Senatsverwaltung für Bau- und Wohnungswesen Luftbilder vom Westteil Berlins aufgenommen worden, auf denen der Mauerkorridor deutlich mit vielen Details zu erkennen ist. Dieser „historische Schatz“ war die Grundlage für die jetzt als interaktive Webapplikation bereitgestellte Gesamtansicht des Mauerverlaufs.

In der in Flash-Technologie erstellten Anwendung kann der Nutzer komfortabel entlang des Mauerverlaufs navigieren und den gewählten Ausschnitt über eine Zoomfunktion vom Maßstab 1:40.000 bis auf 1:1.000(!) vergrößern. Dies entspricht einer Sichthöhe von etwa 380 m. Aus dieser Distanz sind die reale Mauer und die sonstigen Grenzanlagen ca. sechs Monate vor ihrem Fall in ihren Einzelheiten erkennbar. In jeder Zoomstufe kann der Nutzer zwischen der Luftbild- und einer Kartendarstellung wechseln. Sowohl Luftbild- wie Kartenansicht können im jeweils gewählten Ausschnitt und Zoomfaktor ausgedruckt werden. Als gesonderte Markierungen sind Vor- und Hinterlandmauer und politische Grenze sowie die ehemaligen Grenzübergänge zuschaltbar. Mit der Funktion „Überflug“ wird ein Flug von Süd nach Nord entlang der 43,7 km langen historischen Mauertrasse in einer „virtuellen Flughöhe“ von ca. 3.000 m gestartet. Zur näheren Betrachtung der Einzelheiten kann der Flug an jeder Stelle unterbrochen und anschließend wieder fortgesetzt werden.

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