Luxuriöses Berlin

Einkaufen wie Jude Law und Claudia Schiffer

(btm) Von Haute Cuisine bis Haute Couture, von moderner bis Highend-Kultur: Berlin ist längst auch ein Eldorado für Luxus-Genießer aus aller Welt. In der Metropole können Besucher sowohl ihren kulturellen oder kulinarischen als auch sportlichen Freuden in edelster Atmosphäre nachgehen. Neben luxuriösen Hotels prägen Designer-Shops und nicht zuletzt das berühmte KaDeWe Berlin, das größte Kaufhaus Europas, die deutsche Hauptstadt. Mehr Menschen denn je zieht es nach Berlin. Mit 22,4 Millionen Übernachtungen im Jahr 2011 hat die Hauptstadt ihren eigenen Rekord vom Vorjahr übertroffen – um 7,5 Prozent. Dabei begrüßt Berlin immer mehr wohlsituierte Besucher, vor allem aus den Arabischen Golfstaaten und Russland.

Wer in Berlin Einkaufsmöglichkeiten sucht, die über den Standard weit hinaus gehen, der muss bei Emmanuel de Bayser und Josef Voelk vorbeischauen. Sie leiten „The Corner“, bekannt als Berlins „geschmackvollster Concept Store“, in dem Kunden wie Katie Holmes, Claudia Schiffer oder Jude Law während ihres Hauptstadt-Besuches ein- und ausgehen. Hier finden sich Sneakers für 650, Boots für 785 oder Sandalen für 795 Euro.

Ob ausgefallene Geschenke, die richtige Kleidung oder Möbel – Dorothea Barth etwa, Beraterin für Luxus-Einkäufe – setzt auf Berlin. Neben Läden wie dem Corner-Shop besucht sie mit ihren zahlungskräftigen Kunden das „Quartier 206″, wo angesagte Labels wie Lala Berlin oder Helmut Lang aber auch Gucci und Yves Saint Laurent zwischen Marmor, Glas und Spiegeln ihre Waren ausstellen.

Sopping in Berlin (Symbolfoto)

Sopping in Berlin (Symbolfoto)

Bei allen exklusiven Angeboten aber kommt man an einer Adresse nicht vorbei, wenn es um Shopping in der Metropole geht: Seit über hundert Jahren gehört das Kaufhaus des Westens, das KaDeWe am Kurfürstendamm, zur wichtigsten Anlaufstelle in Sachen Einkauf. Wenn sich an jedem Morgen dasselbe Ritual vollzieht und sich um kurz vor zehn Uhr das hundert Jahre alte Eisengitter öffnet, dann machen sich die rund 2.000 Angestellten des KaDeWe bereit. Für sie heißt es, 180.000 Kunden aus aller Welt auf mehr als 60.000 Quadratmeter Verkaufsfläche zu empfangen und die Gäste mit exzellentem Service und einer gigantischen Produkt- und Servicevielfalt zu verwöhnen. Das KaDeWe steht kraft seiner Tradition für Luxus und Qualität. Ein Besuch, schwärmt die Luxusexpertin Barth, und „Sie haben von der exklusiven Uhr über den Montblanc-Füller bis hin zu einem Geschenk für die Kinder und Abendgarderobe alles, was Sie zu einem spontanen Dinner in der feinen Berliner Gesellschaft brauchen“.

Wellness-Bereich im Adlon-Hotel

Wellness-Bereich im Adlon-Hotel

Luxuriöse Hotels

Exzellenter Service, unvergleichlicher Komfort und eine einzigartige Architektur zeichnen sie aus – die luxuriösen Edelhotels Berlins. In zehn Fünf-Sterne-Hotels können sich die Gäste mit Wunsch nach Extravaganz einmieten, weitere zwölf Häuser gehören zur Luxus-Klasse. So stehen dem anspruchsvollen Berlin-Besucher 22 Unterkünfte zur Verfügung, die über mehr Service verfügen, als der durchschnittliche Hotelgänger vielleicht gewohnt ist. Luxus für alle Sinne versprechen etwa das Berlin Marriott Hotel, The Ritz-Carlton, Berlin, The Mandala Hotel, The Westin Grand Hotel, das Swissôtel Berlin, das Hotel Palace Berlin, das Hôtel Concorde Berlin oder das Grand Hotel Esplanade Berlin. Mit dem Waldorf Astoria – dem höchsten Gebäude in der City West – eröffnet 2012 das erste neugebaute Hotel der Luxusmarke in Europa. Damit wird die Berliner Hotellandschaft in ihrer Exklusivität und Einzigartigkeit einmal mehr erweitert.

Herausragend ist das Hotel Adlon Kempinski Berlin. Tausende Mythen ranken sich um den Bau am Pariser Platz, um das Hotel, in dem Europas Könige und Kaiser, der Zar von Russland und Josephine Baker, Charlie Chaplin, Michael Jackson und Marlene Dietrich genächtigt haben. Die Präsidentensuite gibt den Blick auf das Brandenburger Tor frei, hinter einem prächtigen Flügel vor dem Fenster glitzert die Glaskuppel des Reichstages, ein persönlicher Butler und der Limousinen-Service stehen für alle ausgesprochenen und unausgesprochenen Wünsche bereit. Zwischen griechischen Säulen liegt der Wellness-Bereich des Adlon, plätschert das kühle Nass des Pools, stehen dem Gast Jacuzzi, Poolbar und Solarium zur Verfügung. Gerade ist das Adlon in Berlin nach einem erfolgreichen Jahr 2011 in Doha, Qatar, mit dem World Travel Award, dem „Oscar„ der Tourismusbranche, ausgezeichnet worden und trägt damit zusätzlich den Titel „The World’s Leading Luxury Historic Hotel„.

Wer es sachlicher und weniger traditionell, dabei aber nicht weniger luxuriös mag, der mietet sich im neu gelifteten Hilton Berlin direkt am Gendarmenmarkt ein. Für Besucher mit Nachwuchs bietet das The Regent Berlin ein Familienpackage, bei dem für eine Betreuung der Kinder gesorgt ist, während sich die Eltern in einer „Oase der Erholung„ auf 700 qm exotischen Angeboten wie LaStone oder der hawaiianischen Lomi Lomi Massage hingeben können. Das Grand Hyatt Berlin wiederum bietet Shopping-Touren durch die Modeateliers, szenige Boutiquen und Showrooms der Stadt und zur Entspannung danach eine Runde im hauseigenen Swimmingpool mit atemberaubenden Blick über die Stadt.

Besonders lässig lässt es sich im Soho House in der Torstraße wohnen. Hier durchmischt sich die betont bewusste Unfertigkeit der kreativen Szene mit traditioneller Gemütlichkeit. Skizzenhafte Kunst an den Wänden wechselt sich ab mit dem biederen Blumenmuster tiefer Ohrensessel. 40 Hotelzimmer, Restaurants, Bars, SPA, Fitness, Kino, ein Pool auf der Dachterrasse: Der Members Club in der Tradition der erfolgreichen Soho Häuser in London, New York und West Hollywood bietet neben Til Schweiger und Madonna Gästen aus aller Welt einen Raum, wo sie unter ihresgleichen weilen können.

Genießen im Restaurant "Reinstoff"

Genießen im Restaurant „Reinstoff“

16 Michelin-Sterne für 13 Restaurants

Wer sich in Berlin der Gaumenfreuden hingeben will, dem bietet einmal mehr das Adlon Überragendes wie Silberlachs an gesalzenem Butterkaramell, den sich der preisgekrönte Küchenchef Hendrik Otto hat einfallen lassen. Alles in allem bietet Berlin 13 Küchen, deren Kreationen mit den begehrten Michelin-Sternen ausgezeichnet wurden. Dabei sind dem einzigen doppelbesternten Fischers Fritz in der jüngsten Vergangenheit zwei Konkurrenten hinzugekommen: Eben jenes Lorenz Adlon Esszimmer im Hotel Adlon und das Reinstoff, in den Edison-Höfen in Berlin-Mitte. Dort werden Köstlichkeiten wie Gänseleber und Holunder, Venusmuscheln und Austernextrakt angeboten. Wen es danach in eine der edlen Cocktailbars zieht, der muss meist nicht lange laufen: in die Bellini Lounge in der Oranienburger Straße etwa, deren Karte von den besten Barkeepern der Stadt zusammengestellt wurde.

Berlin als Opernmetropole und Museen-Mekka

Berlin ist reich – an Kultur. Wer freizeitliche Zerstreuung auf hohem Niveau sucht, für den ist vermutlich die große Auswahl eine Herausforderung. Die drei großen Berliner Traditionshäuser der Staatsoper Unter den Linden (derzeit Staatsoper im Schillertheater), der Komischen Oper und der Deutschen Oper Berlin bieten in ihrer Vielfalt ein einzigartiges Repertoire. Ergänzt wird das klassische Opernangebot von modernen Kammeropern. Konzerterlebnisse der Spitzenklasse garantieren die international bekannten Orchester wie die Berliner Philharmoniker mit Chefdirigent Sir Simon Rattle oder die Berliner Staatskapelle mit Daniel Barenboim.

Luxus pur und Unterhaltung verbinden sich im „Friedrichstadt-Palast„, dem Revuetheater mit der größten Show-Bühne der Welt. In der „Wall Sky Lounge„ erleben Gäste mit hohen Ansprüchen eine außergewöhnliche Wohlfühl-Atmosphäre: eine Lounge über dem Hochparkett mit edlen Design-Ledersesseln, einer eigenen Bar, Champagner-Service und Blick auf die Bühne.

180 Museen und Sammlungen, 440 Galerien, acht Symphonieorchester, 130 Kinos, 150 Theater und Bühnen – mehr als 1.500 Veranstaltungen täglich stehen dem Gast der Hauptstadt zur Wahl.

Exklusive Galerien und Privatsammlungen öffnen Kunstliebhabern immer öfter ihre Türen. Da wäre der Bunker des Christian Boros, der wohl berühmteste Ausstellungsort der Stadt. Mit diamantenen Sägen ließ der Sammler aus den ehemals 120 Schutzräumen einen Ort schaffen, der seine gesammelten Werke eindrucksvoll zur Geltung kommen lässt. Zu nennen wäre auch der me Collectors Room von Thomas Olbricht, dessen Sammlung in Berlin eher einer Erlebniswelt denn einer Ausstellung gleicht und der nur einen winzigen Teil seiner vielen Exponate – mit etwa 2.500 eine der größten Sammlungen Europas – in Berlins Mitte ausstellt.

City-Touren deluxe

Bei der großen kulturellen Auswahl bietet es sich an, die Stadt möglichst bequem zu erkunden. Zu einer ungewöhnlichen Stadtrundfahrt laden etwa die Berlin City Touren Deluxe, die ihren Besucher in einer knapp sechs Meter langen Maybach 57S Limousine durch Berlins Straßen geleiten. Andere Anbieter chauffieren ihre Gäste mit Oldtimern wie dem Bentley oder einem Mercedes Benz von 1954, bieten Massagesitze und Bildschirme im Auto an. Stadtführer, Champagner und Appetizer begleiten den Besucher vorbei am Brandenburger Tor, dem Berliner Dom, Checkpoint Charlie oder auch ins Potsdamer Schloss Sanssouci.

Von der Spree aus kann der Besucher die Stadt auch wunderbar vom Wasser aus erkunden. Wer Berlin fernab der herkömmlichen Reedereien erleben will, der kann eine Yacht mieten, um vom Treptower Hafen im Osten der Stadt ausgehend die Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Vorbei geht es dann an der 30 Meter hohen Skulptur in der Spree, dem Molecule Man, und dem dahinter liegenden Badeschiff, in dessen Swimming Pool im Sommer die Berliner Szene ihren abendlichen Cocktail trinkt und ein letztes Bad nimmt, bevor es sie weiter in die Clubs der Hauptstadt zieht. Die Privatyacht schippert weiter, vorbei am Märkischen Ufer, an der Kottbusser Brücke in Richtung Charlottenburg, dem Schloss Bellevue, am Haus der Kulturen der Welt entlang, passiert den Hauptbahnhof und den nahe gelegenen Reichstag, bevor es wieder gen Osten geht. Die vierstündige Privat-Tour kostet 2354 Euro.

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Die Wiege des deutschen Golfsports

Wen es nach einigen Tagen in der Metropole aufs Land zieht, für den stehen im Berliner Umland zahlreiche Freizeitaktivitäten auf hohem Niveau zur Auswahl. Da wäre der Golf- und Country Club Seddiner See beispielsweise, der seit Mitte der 90er Jahre zu den führenden Golfclubs in Deutschland zählt. Hier steht der Service im Vordergrund, Qualitäts- und Umweltmanagement greifen eng verzahnt ineinander. Über dem Grün spannt sich der weite Himmel, Schwäne ziehen über die brandenburgische Weite. Ebenfalls im Südwesten Berlins liegt der älteste Golfclub Deutschlands. Gegründet wurde der Golf- und Land-Club Berlin Wannsee e.V. im Jahr 1895 von britischen und amerikanischen Diplomaten. Krieg und Zerstörung hat er überstanden, zwischendurch wurde das Gelände vom Militär missbraucht, ein Tiefbunker gebaut und das Clubhaus dem Erdboden gleich gemacht. Heute aber erstrahlt die „Wiege des deutschen Golfsports„ in neuem Glanz und alten Charme.

Eine halbe Stunde von der Stadtmitte entfernt, ist der Golf & Country Club Motzener See e.V. erreichbar. Mitte der Neunziger Jahre richtete der Club vier Jahre lang die German Masters aus. Hier siegten Golf-Stars wie Bernhard Langer und Seve Ballesteros. Wer nicht golfen mag, der findet sich am Ufer des besonders klaren und nahe gelegenen Motzener Sees gemeinsam mit anderen Hauptstädtern zur Sommerfrische ein.

Für den besonderen Ausritt ins Grüne: Gestüte in Brandenburg

Ebenfalls in der Berliner Umgebung finden sich Gestüte und Reitsportanlagen für jeden Geschmack. Für Pferdeliebhaber mit hohen Ansprüchen ganz oben auf der Liste steht wohl das Gestüt Bonhomme im malerischen Werder. Dort im Havelland werden 28 ausgesuchte Hengste mit Decktaxen von 1000 Euro wie der braune Fiorissimo, Dressurhengst der „absoluten Sonderklasse„, angeboten. Seit weit über hundert Jahren ist das Gestüt Anlaufstelle für erfolgreiche Pferdezüchter aus ganz Europa. Daneben bietet das Hotel Bonhomme mit einem extravaganten Wellnessbereich Erholung vom Städtetrubel. Entscheiden muss sich der Gast nur noch zwischen Heu- oder Cleopatrabad, Ayurveda- oder Hamam-Massage.

Wen es statt in die Zuchtgestüte zum Polosport hinzieht, der sollte sich an eine der diversen Anlagen wie die Reit- und Poloanlage Finkenkrug halten. Der mitgliederstärkste Polo Club der Region Berlin liegt nahe des Bredower Forsts im Südwesten der Stadt. In der Nähe bietet auch der Berliner Poloclub Pferdesport für Ballaffine.

So eröffnet Berlin seinen Besuchern einen außergewöhnlichen Wechsel zwischen Stadt und Land, zwischen Adlon, Ayurveda und alternativem Ambiente, zwischen Silberlachs und Sushi. Wie genau der Berlin-Besuch auch ausfällt, entscheidet nur der Gast.

Bilder: Restaurant „Reinstoff“, Becker, istockphoto, Maridav-Fotolia.co, Hotel Adlon Pressefoto

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