„Tango Pasión“ hat Premiere in Berlin

"Tango macht süchtig"

Tango Pasion hat Premiere in Berlin Tango Pasion hat Premiere in Berlin

„Tango Pasión“, ist ein Dokumentarfilm über die vielen Facetten von Tango-Musik und -Tanz in Berlin. Der Film geht der Frage nach, ob die Stadt ihren eigenen Tanzstil mit eigener Handschrift entwickelt hat. Dabei lernt man Traditionalisten genauso kennen wie Neo-Tänzer und Contact-Künstler. In Berlin tummeln sich Tänzer aus den  unterschiedlichsten Richtungen. Neben der Frage nach Tradition und Experimenten geht Kordula Hildebrandt in ihrem Film einer weiteren spannenden Frage nach: dem Gefühl und dem Ausdruck für Weiblichkeit. Und dem Erforschen des Suchtcharakters des Tanzes. Der Film brilliert mit wunderbaren Tanzaufnahmen und vielen interessanten Interviews. Kordula Hildebrandt arbeitete seit 2010 an ihrem Dokumentarfilm.

Lange Tango-Geschichte

Tangovorführung bei der Filmpremiere von "Tango Pasión" in den Eva-Lichtspielen.

Tangovorführung bei der Filmpremiere von „Tango Pasión“ in den Eva-Lichtspielen.

Der Tango hat seit 1905 eine lange Geschichte in Berlin und eine Tradition, die bis in die 30er Jahre hineinreicht. Kein Tanzabend ohne Tango. Diese „goldene Zeit“ verebbte in der Vorkriegszeit und der Tanz geriet in Berlin für lange Zeit in Vergessenheit. 1982 brachte Astor Piazzolla den Berlinern seinen Tango nahe. Ausgehend vom Haus der Kulturen entstanden daraufhin mehrere  Veranstaltungsorte wie auch das Künstlerhaus Bethanien in Kreuzberg, in dem Ausstellungen und Vorführungen rund um den Tango und Südamerika stattfanden. Namhafte Akteure kamen nach Berlin und trafen auf ein empfängliches Publikum. Der Tanz erlebte eine Renaissance in Berlin. In den 90er Jahren boomte es und hunderttausende wollten Tango tanzen. Heute sind es noch mehr und die Zahl der Anhänger steigt jährlich. Sogar argentinische Experten glauben, dass Berlin in ein paar Jahren die Nase vorn haben wird und vielleicht sogar seinen eigenen „Tango Pasión“ durchsetzen wird.

Die Berliner Filmemacherin Kordula Hildebrandt

Die Berliner Filmemacherin Kordula Hildebrandt

„Tango Pasión“ ist wie mein erster Film „Spirit Berlin“ eine Hommage an die größte Stadt Deutschlands“ sagt Kordula Hildebrandt. „Mal liebe ich, mal hasse ich sie, schrieben schon so viele. Berlin hat mich definitiv geprägt, eine zweite Heimat eben. Als Geschenk, für alles was ich durch meine Zeit in Berlin erhielt, habe ich diese beiden Filme hergestellt. Ein dritter, vielleicht ein fiktionaler Film, folgt bestimmt. „Tango Pasión“ ist dabei mein zuerst begonnener Film (2010), allerdings nach „Spirit Berlin“ (begonnen 2011) der zweite, der ins Kino kommt. Mit beiden Filmen habe ich Einblicke ermöglicht in die jeweiligen Berliner Szenen.“ Und auf die Frage, ob der Tango sie verändert hat, antwortet Kordula Hildebrandt: „Ohne den Tango wäre ich nicht Filmemacherin geworden.“

Der Film „Tango Pasión“ feierte am 16. September 2015 in den ausverkauften Wilmersdorfer Eva-Lichtspielen seine Berliner Premiere. (In Anwesenheit der Regisseurin und Protagonisten) Vor und auch nach der Premiere gab es kurze Tanzvorführungen, die etwas von dem Zauber dieses Tanzes widerspiegelten. Kordula Hildebrandt arbeitet bereits an einem neuen dokumentarischen Filmprojekt, das aber nicht in Berlin gedreht wird.

Zur Film-Website

Ab 17. September läuft der Film in einigen ausgewählten Berliner Kinos.  Kinofinder 

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