Anna Prohaska

Sympathische Künstlerin aus Berlin

Anna Prohaska Sopranistin Anna Prohaska

Die Sopranistin Anna Prohaska wurde 1983 in Österreich geboren und ist in Wien aufgewachsen. Nachdem sie mit ihrer Familie nach Berlin kam, begann sie bereits mit 14 Jahren hier ihre Ausbildung bei Generalmusikdirektor Eberhard Kloke in Verbindung mit Liederabenden mit Musik von Hildegard von Bingen bis John Cage.

Sie begann ihr Gesangsstudium, zunächst noch vor dem Abitur, bei Prof. Norma Sharp an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin und führt ihre Studien bei Prof. Brenda Mitchell (Gesang) und Wolfram Rieger (Lied) fort.

Wir durften die junge sympathische Künstlerin zum Interview- und Fototermin in der Berliner Staatsoper besuchen. Anna Prohaska erzählt von ihrer Arbeit mit den Größen der Klassikszene, ihrer schnellen Auffassungsgabe und wie man sich geschickt rettet, wenn man mal den Text vergessen hat.  Das Audiointerview wurde Mitte Januar 2009 aufgezeichnet. Zu diesem Zeitpunkt stand Anna Prohaska am Beginn ihrer Karriere. Kurze Zeit später hatte Anna ihre Examensprüfung im Rahmen eines öffentlichen Konzertes. „Das war die beste Eins, die ich in meinem Leben gegeben habe.“ sagte Starbariton Thomas Quasthoff danach.  (Berliner Zeitung; 19.3.2009)

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Stationen ihrer Karriere

 Sie wurde 2003 für die Académie européenne de musique in Aix-en-Provence ausgewählt und 2006 für die Internationale Händelakademie Karlsruhe und war 2005 Eisler-Preisträgerin für Interpretation zeitgenössischer Musik. Zu öffentlich gesungenen Partien gehören Iphis in Händels »Jephtha«, Glucks Euridice, Blondchen, Yniold in Debussys »Pelléas et Mélisande«, der Sopranpart in George Crumbs »Ancient Voices of Children« und den in Ligetis »Aventures«.

Neben reger Konzerttätigkeit u.a. in Konzerthaus und Philharmonie Berlin – Lauttencompagney, KNM, Deutsches Kammerorchester, Concerto Brandenburg, Staats- und Domchor, Kammerensembles der Berliner Philharmoniker – war sie zudem an fast allen großen Bühnen Berlins zu hören: 2002 feierte sie an der Komischen Oper in Harry Kupfers Abschiedsinszenierung als Flora in Benjamin Brittens »The Turn of the Screw« einen großen Erfolg (Bayrischer Theaterpreis) und 2005 als Harry in Willy Deckers »Albert Herring«.

Große Namen

Nach den Magazinproduktionen »Die Blume von Hawaii« und »Seven Attempted Escapes from Silence« sprang sie 2006 an der Staatsoper Unter den Linden für Frasquita in Martin Kusejs »Carmen«- Inszenierung unter Daniel Barenboim ein.

In der Spielzeit 2006/2007 übernahm sie dort im Festengagement die Rollen der Papagena, Barbarina sowie 1. Blumenmädchen und 1. Knappe im »Parsifal«, die Modistin (»Rosenkavalier«) und Tebaldo (»Don Carlo«), und arbeitete dort mit Dirigenten wie Paolo Carignani, Dan Ettinger, Julien Salemkour und Daniel Barenboim zusammen. An der Volksbühne trat sie in Christoph Schlingensief’s Satire »Kunst und Gemüse« auf, mit der sie in Paris ein Gastspiel gab. Die Uraufführung des Monodrams »Albertine«, das Lucia Ronchetti eigens für ihre Stimme schrieb, führte sie dieses Jahr zum 2. Mal zu den Berliner Festspielen.

Außerhalb Berlins war sie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, am Theater Aachen mit Gastspiel in Köln, am Nationaltheater Mannheim in »Parsifal« und mehrfach in Luzern im Rahmen des dortigen Festivals engagiert – zuletzt 2006 als Polly in der »Dreigroschenoper«. Für 2008 wurde sie zum Bachfest Leipzig, in die Frauenkirche Dresden (Merab in »Saul«) und von Sir Simon Rattle mit einem Henze-Schubert-Programm zu den Salzburger Osterfestspielen eingeladen.

In der Spielzeit 2007/2008 sang sie in Peter Mussbachs Inszenierung von »Moses and Aron« in Tokio unter Daniel Barenboim. Es folgten die Premiere von »Un ballo in maschera« als Oscar unter Philippe Jordan in der Regie von Jossi Wieler und Sergio Morabito an der Staatsoper Unter den Linden und ihre Debüt-Konzerte mit Webern-Orchesterliedern mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle.

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