„Berliner Bahnen“ von Horst Bosetzky

Spannendes über den berliner Nahverkehr

Der bekannte Krimiautor Horst Bosetzky outet sich in seinem knapp 300 Seiten umfassenden Werk „Berliner Bahnen“ als absoluter Fan des schienengebundenen Nahverkehrs in der Spreemetropole. Liebevoll schildert er Geschichten rund um die Menschen, die früher und heute mit den Berliner Bahnen unterwegs waren und sind.

Als kleiner Junge erwachte bereits die große Liebe zu Straßenbahnen in Horst Bosetzky. Mit der Straßenbahn ging es zur geliebten Oma quer durch die Stadt und zu anderen spannenden Zielen. Neben den Erlebnissen bei diesen Fahrten werden auch technische Details beschrieben, die vor allem älteren Berlinern noch in liebevoller Erinnerung geblieben sind. Zum Beispiel das „Abklingeln“ kurz vor der Weiterfahrt, das kraftraubende manuelle Weichen stellen oder das „Ritzenschieben“.

Natürlich kommen in Bosetzkys lesenswertem Werk auch die U-Bahnen und S-Bahnen nicht zu kurz. Die Berliner S-Bahn ist für den Autor nicht nur ein Verkehrsmittel, sondern ein Lebensgefühl. Mit ihr ging es zur Lehre, zur Arbeit und in die Uni. Kenntnisreich und sehr kurzweilig schildert Bosetzky Strecken und Bahnhöfe von S- und U-Bahnen, widmet sich nebenbei auch humorvoll der Typologie von Wartenden und zurückbleibenden Fahrgästen auf den Bahnhöfen.

Das Buch ist eine Fundgrube für alle Fans des Berliner Bahnverkehrs.

Erschienen bei dtv  –  Dezember 2000
282 Seiten, einige historische Fotos, 10 Euro

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